Als Antwort auf den Immobiliencrash und Wirtschaftskrise hat sich in den USA die Tiny House Bewegung entwickelt. Kein Konsumwahn keine unbezahlbaren Hypotheken, kein unnötiges Zeug um riesige Häuser vollzumüllen, Fokussierung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das sind natürlich alles Ideen, die ausserhalb der USA auch nicht ganz unbekannt sind. Beim YouTube-Surfen bin ich über die folgenden Beispiele gestolpert, die ich recht interessant finde:
Christian Schallert zeigt, wie er seinem winzigen Aprtement in Barcelona duch fokussierten Lifestyle und äussert geschickte Möblierung einen hohen Nutzerwert abtrotzt:
Ebenfalls sehr schön ist das folgende Beispiel: Jérémie Buchholtz hat in Bordeaux eine ehemalige Garage zum Wohnen umgebaut. Das wurde nur möglich durch eine extrem durchdachte Möblierung, die im Wesenlichen aus einem Block besteht, in dem sein Büro, ein Sofa, mehrere Schränke, das Bett und das Badezimmer(!) enthät.
Natürlich sind nicht in jedem Fall gleich solche Gesamtkunstwerke vonnöten. Für diejenigen, die lediglich das Maximum aus Ihrem Appartement herausholen wollen, sind hier noch ein paar ganz schicke und pfiffige Möbelstücke zu sehen
In den letzten Tagen ist in Klein Bloggershausen ja mal wieder die Sau “neues Urheberrecht” durchs Dorf getrieben worden: Den verbalen Ausbruch von Sven Regner neulich in einem Radiointerview fand ich zwar einerseits verständlich, aber dennoch in seiner Undifferenziertheit auch etwas neben der Kappe – oder sagen wir mal: in der Sache wenig zweckdienlich. Dasselbe muss ich aber auch über sehr viele Reaktionen darauf sagen. Insgesamt kann ich da nur den Kopf schütteln über so einige Statements auf beiden Seiten und habe mir mal jeglichen Kommentar dazu verkniffen.
Johnny Haeusler hat sich hingegen geäussert. Er liess sich dafür etwas Zeit und schrieb dafür nun einen – wie ich finde – angenehm ausgewogenen Artikel zum Problemfeld Urheberrecht und neue Medien. In seinem Artikel “Get the balance right” beklagt er einerseits nicht zu Unrecht die Starrköpfigkeit der Wortführer in beiden Lagern. Gleichzeitig erkennt man sein eigenes Ringen um einen ausgewogenen Standpunkt. Kein Wunder – denn einerseits war und ist er ein Musiker, der das alte Verwertungssystem noch kennengelernt hat und andererseits ist er seit Jahren im Bereich “neue Medien” (wie lange sind die eigentlich neu?) in verschiedenster Form aktiv.
Es geht nicht nur um Geld – es geht auch um Respekt
Ich kann dieses Ringen durchaus nachvollziehen. Als Künstler hat man den Wunsch durch seine Werke Anerkennung zu bekommen und natürlich auch Einnahmen. Sven Regner hat sich nicht nur darüber aufgeregt, dass ihm Einnahmen entgehen, sondern auch über die dahinter stehende Respektlosigkeit gegenüber seiner Leistung. Und da gebe ich ihm völlig recht. Interessanterweise ist das ein Punkt, der in dem Geprolle vieler Blogs (á la “wer ist denn überhaupt Sven Regner”) fast komplett ignoriert wird.
Einerseits – und andererseits
Ich habe im Laufe meiner 44 Jahre etliche Zig-Tausend für Unterhaltungsmedien in jeglicher Form ausgegeben und hoffe, dass ein angemessener Teil davon die Urheber erreicht hat. Ich erkenne die Leistung anderer an, so wie ich erwarte, dass meine Leistung anerkannt wird – auch finanziell.
Ich möchte nicht, dass ein Foto, dass ich gemacht habe plötzlich von jemand anderem in einem Zusammenhang gezeigt wird, der meinen eigenen Werten und Vorstellungen zuwiderläuft. Daher akzeptiere auch das Urheberpersönlichkeitsrecht – das es im angelsächsischen Raum überigens nicht gibt.
Andererseits sind nun einmal Aufzeichnungen (Musik, Filme, Bücher) mittlerweile vom Datenträger gelöst – quasi entstofflicht. Die physikalische Kopplung von Nutzungsrechten an einen Datenträger ist somit nicht mehr möglich. Ich möchte die Musik, die ich – nein, nicht “gekauft”, sondern für meinen privaten Gebrauch lizensiert habe – auf dem für mich geeigenetsten Gerät abspielen können. Den Respekt verlange ich von der Industrie. Ich kann ja auch nicht mehr bestimmen, was hinterher mit dem Geld geschieht, das vorher mir gehört hat.
Die alten Geschäftsmodelle funktionieren einfach nicht mehr. Das ist Fakt. Ob man das eher gut oder schlecht findet hängt vom Standpunkt ab. Es wird neue, andere Geschäftsmodelle geben müssen. Immerhin war ja auch früher nicht alles gut für die Künstler. Stichworte Knebelverträge, Total-buy-out, GEMA Veträge und so weiter.
Bei allem Verständnis für die schwierige Lage bin ich einfach aber auch nicht bereit, die Antworten der Verwerterindustrie auf die neue Situation zu akzeptieren:
Abmahnwahn bei Privatnutzern
Knebelung und Entmündigung der Nutzer durch DRM (Digital Rights Management)
Einführung der Totalüberwachung des Internet Verkehrs
alle möglichen weiteren Kontrollen und Repressionen – you name it.
Ferner sollte dringend die beständige Ausweitung des sogenannten “Geistigen Eigentums” auf Kosten der Allgemeinheit begrenzt werden. Ein besonders übles Beispiel ist m.E. das geplante Presse-Leistungsschutzrecht, das das gesellschaftlich wichtige Zitatrecht zum Teil aushebelt.
Leistung soll honoriert werden – aber nicht jeder Rülpser hat genügend Schöpfungshöhe
Auch die Extreme zeitliche Ausweitung der Leistungsschutzrechte auf mittlerweile 70-Jahre nach dem Tod des Künstlers ist weit jenseits von Gut und Böse.
Ich bekomme ja auch nicht das Gehalt von meinen Grosseltern weitergezahlt.
Newton sagte “Wir blicken weit, weil wir auf den Schultern von Giganten stehen”. Das gilt für Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, für jeden Bereich des Menschlichen Seins.
Fast niemals wird etwas vollständig Neues erfunden. Alle bedienen sich aus dem allgemein zugänglichen Pool von Ideen, ändern hier und dort etwas, kombinieren Dinge neu, interpretieren anders. So funktioniert nun mal Kultur. Irgendwann – nach einer angemessenen Frist – muss man auch seine eigenen Werke der Allgemeinheit zurückgeben.
Im Moment beschäftige ich mich mal wieder etwas mit dem Thema Karten – genauer Google Maps vs. Open Street Map. Bei stöbern im OSMBlog bin ich gerade über eine superschöne Erweiterung von Open Street Map gestolpert: Den Watercolor Map Renderer. Ein Renderer ist ein Stück Software, das die Kartengrafik aus den Kartendaten erzeugt, die im Vektorformat vorliegen – also aus der mathematischen Beschreibung der Verlaufslinien und Umrisse von Gewässern, Strassen, Gebäuden usw. die eigentliche Grafik berechnet.
Dirk Ollmetzer | Tuesday, 20 March 2012 | Fundstücke
Neulich hatte ich mich ja bereits in mehr oder weniger peinlichen Klangsphären aufgehalten und darüber berichtet (Grotesker Stil, Plastiksound und Spass dabei).
Eben gerade habe ich wieder eine kleine Youtube-Exkursion in vergangene Klangwelten hinter mich gebracht und auch diesmal ist dabei einiges hängengeblieben, das ich mit Gleichgesinnten teilen möchte.
Erstmal langsam anfangen: Savage Progress – My Soul unwraps tonight
Jetzt so langsam in die Gänge kommen: Propaganda – Dr. Mabuse
…und nun ab auf die Tanzfläche: Boytronic – You
Zum Schluss noch etwas Power für die Ohren: Liaisons dangereuses – Los niños del parque
Ich bin durchaus verblüfft, dass ich noch immer nicht die ganze spannende Musik aus den 80ern habe (hunderte LPs, CDs und ACC-Files sollten doch reichen?). So einiges, über das ich bei meiner Reise gestolpert bin, habe ich dann auch gleich auf iTunes erworben.
Im Ernst: wenn ich Musiker wäre und die GEMA meine Videos sperren lassen würde, würde ich die auf eine ziemlich hohe Summe Schadenersatz wegen Geschäftsbehinderung verklagen. Ein noch geileres Promotionwerkzeug gibt es ja wohl kaum – und dann noch kostenlos…
Bei perfektem Frühlingswetter haben wir uns heute Morgen eine 9er Runde auf dem Sepp-Maier Platz in Pankow gegönnt. Es war zwar weniger Golf, als vielmehr Slapstick, was wir da fabriziert haben, aber Spass gemacht hat es trotzdem.
Wir sollte mal wieder regelmässiger spielen, dann lohnt vielleicht auch wieder das Ausfüllen der Scorecard…
Da ich zum ersten mal in Wien war, hatte ich keinerlei Hemmungen, zunächst mal die normale Touristentour zu absolvieren, was sich – um das Resumée mal vorwegzunehmen – verdammt noch mal auch lohnt!
Also einmal kreuz und quer durch die City und die einschlägigen Punkte abklappern. Von der Gumpendorfer Str. im 6. Bezirk ging es erstmal vorbei an Oper, Albertina und Hotel Sacher zum Stephansdom.
Wiener Staatsoper
Hotel Sacher
Stephansdom
Die City hat zwar dieselben Kettenläden, die man überall findet, aber das Ambiente ist dennoch – wie sagt man es – deutlich repräsentativer? Man beachte die Schaufenster von H&M!
Graben vom Stephansplatz
Nobelkleidung? Nein, H&M!
...und so geht es weiter (Graben)
Interessanterweise besteht die Wiener Altstadt aber nicht nur aus Protz und Prunkbauten der K.u.K. Epoche, sondern auch aus sehr engen Gassen in denen vereinzelt sogar richtig alte, kleine Häuschen zu finden sind.
Naglergasse
Altstadt - Concordiaplatz
Altstadt - Schreyvogelgasse
Eine echte Entdeckung war das wirklich phantastsiche Schokoladengeschäft Xocolat (http://www.xocolat.at), das recht versteckt in einem Durchgang im Palais Ferstl zwischen Freyung und Herrengasse liegt. Eine schier unglaubliche Vielfalt extrem hochwertiger Schokoladen findet sich hier. Meine geliebte Domori IL100% gab es hier, aber auch weitere Criollo Schokoladen aus Madagaskar, auf die wir in einem freundlichen Gespräch hingewiesen wurden. Also spontan mal ein bisschen eingekauft. Hmmm :-)
Ohnehin habe ich den Eindruck, dass die wirklich interessanten Geschäfte häufig etwas versteckt in Durchgängen zu finden sind. Man muss es einfach wissen – oder Zeit zum ziellosen Schlendern haben.
Durchgang im Palais Ferstl
Irgendwann stiessen wir dann auch wieder auf den Ring und sind an der (natürlich ziemlich pompösen) Universität vorbeigekommen. Warum sollte sie auch nicht pompös sein? Immerhin wurde sie 1365 als zweite deutsche Universität (nach Prag) gegründet. Und wenn man sich dort nach links wendet kommt man auch schon unmittelbar ins Regierungsviertel. Neben dem (natürlich ebenfalls äusserst repräsentativen) Rathaus steht das Parlament und auf der gegenüberliegenden Seite findet sich das ganze Hofburg Ensemble: alte und neue Hofburg, Burgtheater, Volksgarten, Burggarten, spanische Hofreitschule und die Albertina.
Parlament
In der Hofburg
Spanische Hofreitschule
Palmenhaus zwischen Hofburg und Albertina
Wie man sieht ist es in Wien extrem einfach, gute Fotos zu machen. Im Prinzip kann man die Kamera blind in die Gegend halten und abdrücken. Es ist garantiert irgendein altes, bombastisches Gebäude drauf, das irgendwie wichtig ist oder war. Passend zum K.u.K Ambiente hatten wir am ersten Tag Kaiserwetter – mit 5 Grad recht frisch, aber dafür wolkenfreier Himmel.
Der Anlass zu meiner Wienreise war die Vernissage vom Hildegard Projekt bei IG Bildende Kunst. Hier haben die 8 deutschen und finnischen Künstler des Hildegard Projekts zusammen mit 30 örtlich ansässigen Künstlern eine Woche lang in einem – wie mir berichtet wurde – sehr anstrengenden, ergebnisoffenen Gruppenprozess eine gemeinsame Ausstellung auf die Beine gestellt. Genau dieser Prozess ist auch ein Teil des Kunstwerkes, der noch in einigen Artefakten sichtbar war, um den Besucher darauf aufmerksam zu machen: Ein Video zeigte Aufnahmen, die während der Entstehung der Ausstellung aufgenommen wurde, Auf dem Boden und zum Teil an den Wänden wurden Klebemarkierungen angebracht, die zeigen, wo einmal etwas gestanden hat oder hing. Eine Künstlerin war so radikal, ihr Werk wieder mitzunehmen. Für sie war es wichtig, an dem Prozess selbst teilgenommen zu haben und flüchtige Spuren zu hinterlassen. Vor diesem Hintergrund wird dann auch die etwas eigenwillige Hängung verständlicher.
Zur Eröffnung war der Raum in der Gumpendorfer Strasse mit Nebel geflutet, der sich im Laufe des Abends so langsam verflüchtigte. Das Interesse war recht gross, wie man auf den Fotos sehen kann und jeder, mit dem ich an dem Abend gesprochen habe, war mit dem Ergebnis sehr zufrieden gewesen.
Dirk Ollmetzer | Wednesday, 7 March 2012 | Unterwegs
Es war schönstes Reisewetter, als ich in Berlin-Tegel den Airbus A320 der Österreichischen Airline Niki bestieg. Freundlicherweise hielt das auch während des gesamten Fluges an, so dass ich den freien Blick über die Lausitz, Tschechien und Österreich geniessen konnte.
Nach der Landung war mein erster Eindruck, dass der Flughafen Wien zum Teil aussieht, als ob er eine wichtige Kulisse in Krieg der Sterne spielen sollte (riesige schwarze Spiegelglasflächen) und dass der Eingang zur S-Bahn gut versteckt war, damit unachtsame Reisende den um ein vielfaches teureren CAT nehmen. Für einen Fahrpreis von €3,60, anstatt €11,50 lohnt es allerdings, ein bischen zu suchen.
Flughafen Wien
Die Fahrt in die City ist optisch wenig ansprechend; entlang einer grossen Ölraffinerie, vorbei an Gewerbegebieten auf dem Acker, durch Einschnitte und Tunnels, bis man in Wien Mitte ankommt. Nachdem ich in die U4 umgestiegen und an der Kettenbrückengasse wieder das Tageslicht erblickt hatte, erfreuten ein wolkenloser Himmel und ein güldenes Abendlicht Licht meine Seele. Auf dem Weg fiel mir auf, dass hier gefühlt jeder 4. mit einem Instrument unterwegs ist – vorzugsweise mit einer Geige, aber auch allerhand Blasinstrumente werden gern genommen. Eine Gitarre fiel mir hingegen nur einmal auf.
Nachdem ich im Hotel eingecheckt hatte, ging ich los um das Viertel zu erkunden. Ich bin im 6. Stadtbezirk gelandet, und da ich etwas Hunger verspürte, ging es gleich zum Naschmarkt. Der macht seinem Namen alle Ehre, denn dort gibt es allerhand essbares, Gewürze, Süsskram und so fort. Also habe ich mir in einem Bistro ein Sandwich und meine erste Melange gegönnt. Letztere hat die Kaffee-Messlatte für die nächsten Tage schon mal verdammt hoch gelegt.
Der Markt ist schmal und langgezogen. Er wird auf beiden Längsseiten jeweils von einer Hauptstrasse begrenzt und an der Seite verläuft der U-Bahngraben. Die Bebauung zu beiden Seite steigt leicht an. Als alter Stadtplaner witterte ich natürlich sofort einen überbauten Fluss – und so ist es auch. Die Stadt Wien hat ihren Namen nämlich von dem Flüsschen Wien, der unter dem Naschmarkt hindurchfliesst.
Beim anschliessenden Schlendern kam ich auch prompt in eine der berühmten Wohnanlage mit mehreren hintereinanderliegenden Höfen. Sie ist gleichzeitig ein Durchgang zu einer der Haupteinkaufsstrassen und mit allerlei kleinen Szene-Läden (für extrem gute Fahrräder, Skateboards, iPod Zubehör, Ganzkörper-Spandexanzüge und so weiter) gespickt. Manche Höfe sind eng wie in Südeuropa, andere erinnern wiederum an winzige Plätze in Kleinstädten.
Reimundhof - Freiwilliger(!) Durchgang
Reimundhof Durchgang mit Läden
Reimundhof
Reimundhof - Kleinstadtflair
Stiegengasse
Gumpendorfer Strasse
Scheinbar wurde Wien im zweiten Weltkrieg nicht allzu hart getroffen. Die Bebauung ist hier bis auf Ausnahmen durchwegs mindestens Gründerzeit oder älter. Im Vergleich zu Berlin fällt auf, dass die Häuser noch etwas verschnörkelter und noch ein Stockwerk höher sind. Dafür sind die Strassen erheblich schmaler. Die Strassenquerschnitte und das wirklich tolle Licht haben mir einen Hauch von Südeuropa-Gefühl vermittelt. Sehr nett bis jetzt!
An einem einzigen Tag zu vermelden, dass das Leistungsschutzrecht für Verlage kommen soll, als auch eine Alterskennzeichnung “B” für Blogs (also ab 18) vorzuschlagen, das muss man erst mal fertigbringen. Ich frage mich so langsam, was für Drogen diese Politikclowns eigentlich alle nehmen. Kann die bitte mal irgendjemand ins richtige Leben zurückholen? Oder echte Profis engagieren, z.B. SOAP Darsteller? Schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden.
Falls das sogenannten Leistungsschutzrecht (“Harz 4” für Zeitungsverleger) tatsächlich kommen sollte, wird es allerdings lustig. Ich hole mir mal ‘ne Tüte Popcorn und mache es mir auf dem Sofa bequem…
So eine Idee ist ja neulich schon in Belgien in die Hose gegangen. Das Gesetz hielt dort ca. zwei Tage. Google hat den Verlegern dort nämlich nichts bezahlt, sondern die betreffenden Verlage schlicht und einfach aus dem Index geschmissen. Das dürfte weh getan haben – allerdings nicht Google.
Andererseits wäre solch ein Unterfangen eine super Gelegenheit, schnell ein Konkurrenzprodukt zu Google News hochzuziehen. Man kann allerdings getrost davon ausgehen, dass das aus zwei Gründen nichts wird:
Erstens haben viele Zeitungsverleger genau die Leistungsmoral, die sie permanent den Langzeitarbeitslosen unterstellen: Jahrelang jammern, rumgammeln und die Hand aufhalten, aber den Arsch nicht hochbekommen und was eigenes auf die Beine stellen.
Zweitens würde dann deutlich, dass alle nahezu identischen Content (umgeschriebene Agenturmeldungen) veröffentlichen.
Letzteres würde dann allzu deutlich machen, dass ein Leistungsschutzrecht gar nicht gewährt werden kann, da es überhaupt keine schützenswerte Schöpfungshöhe bei den Zeitungen gibt.
Oh mann, ich merke, dass ich gerade so richtig in Fahrt komme…